ad Geschäftsmodell, -System & Struktur
Enso GmbH (enso) und Enso Hydro GmbH (ensohydro)
Ausgangssituation
2009: Idee und Vision, den ersten reinen Wasserkraftfonds in Europa aufzubauen.
Keine bestehende Struktur. Kein Modell. Nur Startkapital in Form von in-kind Leistungen der Gründer:innen (ua. der Quintus Unternehmensberatung GmbH)
Nur
- eine klare unternehmerische Vision
- ein kleines, hoch engagiertes Team
- und ein komplexes Marktumfeld
Herausforderung
- Schärfung der Vision und übersetzen in ein Geschäftsmodell
- Entwicklung der gesamten Kommunikation und Schaffung eines zielgruppenspezifisch investierbaren Geschäftsmodells
- Suchen geeigneter Start-Investor:innen
- Sicherung konkreter Projekte (Wasserkraftwerke) als Basis – erste potentielle Investments sichern
- Strukturierung eines regulierten Fonds
- Parallel: Aufbau von Organisation und Governance
Unser Beitrag
Wir waren Teil des Gründerteams sowie in Verantwortung Finanzen, Finanzierung, Governance und Investorenkommunikation:
- Konzeption und Aufbau des Geschäftsmodells inkl. Market Sounding
- Strukturierung der Fondsgesellschaft (CFO / CEO-Rolle)
- Entwicklung aller finanziellen und rechtlichen Grundlagen
- Führung von Investorengesprächen (Family Offices, Stiftung, institutionelle Investoren)
- Aufbau der Finanzierungsstruktur und Bankenpartnerschaften
- Begleitung von Projektfinanzierungen und Investitionen
- Später Übernehme von Teilen der Unternehmensführung
Umsetzung
- Akquisition erster Wasserkraftwerksprojekte (Pipeline)
- Aufbau eines investierbaren Setups
- Erstellung von Prospekt, Verträgen und Finanzstruktur
- Kapitalaufnahme über private und institutionelle Investoren
- Zusammenarbeit mit einer internationalen Bank zur Fondsplatzierung
Ergebnis
- 80 Mio. EUR Eigenkapital im Fonds (innerhalb von 3 Jahren)
- Finanzierung und Umsetzung von 23 Wasserkraftwerken in Europa
- Erfolgreicher Exit des Fonds nach mehr als 10 Jahren
- Aufbau einer nachhaltigen Asset-Management-Struktur
Heute
Die enso Gruppe entwickelt sich weiter:
Aufbau eines neuen Fonds mit Investmentfokus Afrika.
Wir begleiten die Gesellschaft weiterhin in strategischen Fragestellungen.
ad Zukunft & Innovation(sraum) entwickeln (gemeinsam mit Partnern)
Konzeption eines Innovation Hubs im universitären Umfeld
Ausgangssituation
Universitäten verfügen über exzellentes Wissen.
Was häufig fehlt, ist dessen Überführung in unternehmerische Wirkung.
Typisch für das System in Österreich:
- Starke Forschungsleistung
- Alte Kultur mit geringe Offenheit für Transformation
- Geringe Gründungsdynamik und wenig Kompetenz im Bereich Innovation
- Kaum skalierte Ausgründungen
Die strukturellen Hindernisse
Herausforderung liegt nicht im Talent – sondern im System:
- Fehlende Anreizsysteme für Unternehmertum
- Fragmentierte Strukturen zwischen Forschung, Lehre und Anwendung
- Geringe Verbindung zu Kapital und Markt
- Risikoaversion in Organisation und Governance
- Fokus auf Publikation statt Wirkung
Zielsetzung
Entwicklung eines Innovation Hubs, der
- Unternehmertum systematisch fördert
- Forschung in marktfähige Modelle überführt
- Schnittstelle zu Investoren und Wirtschaft schafft
- Skalierbare Innovation ermöglicht
Beitrag
- Analyse der strukturellen und kulturellen Ausgangslage
- Identifikation der zentralen Blockaden im System
- Konzeption eines integrierten Innovation-Hub-Modells
- Definition von Governance, Rollen und Entscheidungslogiken
- Entwicklung eines umsetzbaren Betriebsmodells
- Verknüpfung von Universität, Kapital und Markt
Lösungsansatz
Kein weiteres „Programm“ – sondern ein funktionierendes System:
- Klare Trennung von Forschung und Venture-Logik
- Aufbau unternehmerischer Einheiten innerhalb/angrenzend zur Universität
- Frühzeitige Einbindung von Stakeholdern (Abbau von Blockaden und Effektive Begegnung von systemimmanenten Ängsten)
- Fokus auf wenige, skalierbare Initiativen statt Breite (Proof the Concept)
- Schaffung von professionalisierten Steuerungs- und und Entscheidungsstrukturen
Ergebnis (intendiert)
- Höhere Anzahl relevanter Ausgründungen
- Schnellere Überführung von Forschung in Anwendung
- Stärkere Verbindung zwischen Wissenschaft und Markt
- Sichtbare unternehmerische Wirkung
Was dieser Case zeigt:
Wir arbeiten nicht nur in bestehenden Strukturen.
Wir entwickeln Systeme, die Wirkung ermöglichen.
- Verbindung von Strategie, Organisation und Umsetzung
- Arbeiten in komplexen, politisch geprägten Umfeldern
- Fähigkeit, Blockaden klar zu benennen – und zu lösen
ad Umsetzung, Skalierung & Transformation
Plattform für M&A & Community – vom Konzept zum tragfähigen Geschäftsmodell
Ausgangssituation
Ein Plattformunternehmen mit einer klaren Vision:
Aufbau einer Plattform für M&A-Aktivitäten kombiniert mit Community Building.
Die Idee war überzeugend. Das Geschäftsmodell noch nicht,
weil ein tragfähiges Umsatzmodell fehlte sowie die Idee, wie dieses Modell effektiv skalieren kann.
Die eigentliche Herausforderung
Nicht die Idee war das Problem – sondern ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Typisch in solchen Situationen:
- Annahmen zu Zeit, Leistung und Skalierung sind zu optimistisch
- Pricing-Modelle passen nicht zur Zahlungsbereitschaft der Zielgruppen
- Zielgruppen sind zu unscharf definiert
- Komplexität wird unterschätzt
Das Risiko:
Ein Modell, das auf dem Papier funktioniert – aber nicht im Markt.
Unser Ansatz
- Zerlegung des Geschäftsmodells in seine wesentlichen Bausteine
- Prüfung jeder einzelnen Annahme (Leistung, Zeit, Preis, Zielgruppe)
- Übersetzung der Idee in konkrete, belastbare Logiken
- Konsequentes Hinterfragen – auch wenn das bedeutet, die Idee grundlegend zu verändern
Unser Beitrag
- Iterative Neugestaltung des Geschäftsmodells gemeinsam mit dem Management
- Schärfung von Zielgruppen, Leistungsangebot und Pricing-Logik
- Aufbau eines integrierten Business Case
- Entwicklung eines belastbaren Finanzmodells
- Erstellung aller relevanten Unterlagen (Investoren, Due Diligence)
- Begleitung des Market Soundings
- Unterstützung bis zur erfolgreichen Markteinführung
Der entscheidende Punkt:
Echte Geschäftsmodelle entstehen nicht linear.
Sie entstehen iterativ – durch konsequentes Hinterfragen, Moderieren und „nicht-locker lassen“, bis es wirklich fliegt!
In diesem Prozess wurde
- die ursprüngliche Idee substanziell weiterentwickelt
- das Modell mehrfach angepasst und optimiert
- aus Annahmen ein belastbarer Business Case gemacht
Ergebnis
- Klar definiertes, tragfähiges Geschäftsmodell
- Positive Resonanz im Market Sounding
- Fundierte Entscheidungsbasis für Investoren
- Erfolgreiche Markteinführung und seither erfolgreiches Wachstum entlang der Skalierungslogik
Was dieser Case zeigt:
Wir entwickeln keine „schönen Modelle“!